Der Mittelstand leidet unter einer Vielfachkrise, doch die Regierung kann nur bedingt helfen. Preissteigerungen und Lieferengpässe wird man nicht durch Subventionen auffangen können. KMU sollten sich deshalb krisenfest machen.

Irgendwie scheint derzeit eine Krise nach der anderen zu kommen: Erst Corona, dann Inflation, jetzt noch der Krieg in der Ukraine. Jede dieser Krisen betrifft vor allem auch die mittelständische Wirtschaft. Unternehmen müssen hohe Energiepreise verkraften, die Inflation trübt die Nachfrage ein, Lieferketten sind gestört und auch der Fachkräftemangel hat weiter zugenommen.

Energiepreise und Lieferengpässe

Vor allem die Energiepreise und gestörte Lieferketten stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Laut einer aktuellen Umfrage der KfW sind 42 Prozent aller KMU in Deutschland von Lieferengpässen betroffen. Besonders hart trifft es Bau- und Industrieunternehmen und den Einzelhandel.

Laut KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib sind dafür insbesondere die Lockdowns in China verantwortlich. Die „Zero-COVID“-Strategie der dortigen Regierung führe zur Schließung von Fabriken und zu logistischen Problemen in Häfen und bei Transportunternehmen.

Die direkten Einflüsse des Krieges in der Ukraine und der Wirtschaftssanktionen gegen Russland beträfe die deutsche Wirtschaft hingegen weniger. Hier seien das Problem eher die gestiegenen Energiepreise. Nur ein Viertel der Unternehmen könne laut Köhler-Geib die höheren Preise an die Konsumenten weiterreichen.

Steigende Finanzierungskosten

Auch am Finanzierungsmarkt macht sich die Krisensituation bemerkbar. Eine Studie, die Teylor in Zusammenarbeit mit Barkow Consulting durchgeführt hat, zeigt einen zweifachen Anstieg der Finanzierungskosten. Damit haben sich die Konditionen für deutsche Unternehmenskredite seit Jahresbeginn erheblich verschlechtert. Zwischen Dezember 2021 und Ende März sind die durchschnittlichen Zinsen für fünfjährige Kredite von 1,45 Prozent auf 2,65 Prozent gestiegen – ein Anstieg um rund 80 Prozent.

Unterstützungsprogramme der Regierung

Das Bundeswirtschaftsministerium stellt nun weitere Unterstützungsprogramme für den Mittelstand bereit. Für die ausgeweiteten Bürgschaftsprogramme können bereits Anträge gestellt werden. Außerdem läuft diese Woche ein KfW-Kreditprogramm an und es sind direkte Energiezuschüsse geplant – dafür müsste Brüssel allerdings noch zustimmen.

Die Energiezuschüsse werden außerdem laut Bundeswirtschaftsminister Habeck an „sehr strenge Auflagen“ gebunden sein, wie beispielsweise die internationale Einbindung des Unternehmens. Im Bundeswirtschaftsministerium rechnet man damit, dass lediglich 4.000 Unternehmen antragsberechtigt seien.

Auch wenn die Bundesregierung also verschiedene Hilfsprogramme auflegt, sollten sich KMU davon nicht allzu viel erhoffen. Vor allem die hohen Energiepreise wird die Regierung nicht auffangen können. Unternehmen und Konsumenten werden die höheren Preise mittragen müssen.

Es ist auch unwahrscheinlich, dass der Preisdruck auf absehbare Zeit spürbar abnimmt, denn viele Mittelständler haben langfristige Energieverträge. Das heißt, das wahre Ausmaß der Preiserhöhungen ist in der Wirtschaft noch nicht vollumfänglich angekommen und auch im nächsten Jahr ist mit weiteren Preiserhöhungen zu rechnen.

Finanzierung sichern

Angesichts des Krisenumfeldes und der voraussichtlich steigenden Finanzierungskosten sind Unternehmen gut beraten, ihre Finanzierung auf solide Beine zu stellen. Teylor bietet dafür verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten von ungesicherten Firmenkrediten bis hin zu Maschinen- und Immobilienfinanzierungen oder alternativen Finanzierungen wie Factoring.

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