Firmenkreditkarten bieten auch für kleine und mittelständische Unternehmen viele Vorteile, von der einfachen Buchführung bis zur Entlastung der eigenen Mitarbeiter. Worauf Unternehmen bei der Anschaffung achten sollten und wieso der Anbietervergleich wichtig ist.

Belege und Zettelwirtschaft; wer oft auf Geschäftsreisen geht, der kennt das. Eine Firmenkreditkarte kann Abhilfe schaffen. In vielen Unternehmen gehört sie mittlerweile zur Standardausstattung, aber längst nicht in allen.

Dabei gibt heute eigentlich fast jede Bank Firmenkreditkarten aus. Man unterscheidet dabei gemeinhin zwischen „Corporate Cards“ für Großunternehmen und „Business Cards“ für Kleinunternehmen. Verhandlungsspielraum mit der Bank gibt es meist nur für große Unternehmen, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) können in der Regel nur aus den vorgegebenen Leistungsangeboten der Bank auswählen.

Zusätzlich zu den normalen Funktionen einer Kreditkarte bieten viele Anbieter Bonusprogramme mit ihren Partnerunternehmen an. Dazu gehören zum Beispiel vergünstigte Versicherungen, Flugmeilen, Bahnkarten oder Leasingangebote für die betriebliche Fahrzeugflotte. Diese Angebote gibt es auch bei Kreditkarten für Privatkunden, bei Firmenkreditkarten sind sie jedoch auf die Bedürfnisse der Firmenkunden zugeschnitten.

Vorteile für das Unternehmen und die Mitarbeiter

Vor allem die Buchhaltung freut sich über die Kreditkarte, denn sie ermöglicht die Abrechnung über einen einzigen Beleg. Statt auf Geschäftsreisen oder bei Meetings jeden Beleg einzeln abzubuchen und zu archivieren, verbucht die Buchhaltung einfach am Monatsende die Kreditkartenabrechnung. Barbelege fallen dann nicht mehr an.

Ein entscheidender Vorteil der Firmenkreditkarte ist auch, dass die Abrechnung erst nach einigen Wochen stattfindet. Das Unternehmen kann dadurch Liquidität im Betrieb halten und muss dafür keine Zinsen bezahlen. Im Gegensatz dazu werden Zahlungen mit Bar- oder EC-Karte immer sofort beglichen.

Die Mitarbeiter des Unternehmens profitieren auch von der Firmenkreditkarte, denn sie müssen bei Geschäftsreisen nun nicht mehr in Vorkasse gehen. Oftmals ist es sogar so, dass Mitarbeiter dann bewusster mit den Ausgaben umgehen, als bei der reinen Barzahlung, wenn sie den Vertrauensvorschuss der Firma zu schätzen wissen.

Worauf kommt es bei Firmenkreditkarten an?

Bei Firmenkreditkarten lohnt sich der Vergleich, denn die Angebote unterschieden sich zum Teil deutlich voneinander. Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • Kreditlinie: Wie hoch ist der Kreditrahmen und wie flexibel kann er verhandelt werden?
  • Kosten: Wie sieht die Gebührenstruktur aus? Fallen nur Kosten bei der Nutzung an oder gibt es feste Gebühren? Vorsicht, manche Kreditkarten sind auch mit einem Mindestumsatz belegt.
  • Zahlungsziel: Wann erfolgt die Kreditkartenabrechnung?
  • Bonusleistungen: Mit welchen Partnern arbeitet der Kreditkartenanbieter zusammen und kann das Unternehmen von diesen Angeboten auch tatsächlich profitieren?
  • Auslandsverwendung: Kann die Kreditkarte im Ausland verwendet werden und welche Gebühren fallen dabei an?
  • Bargeld: An welchen Automaten kann Bargeld abgehoben werden (Inland und Ausland) und welche Gebühren fallen dabei an?

Eine Firmenkreditkarte lohnt sich für die meisten Unternehmen schon allein aufgrund des geringeren Verwaltungsaufwandes. Sie lohnen sich insbesondere dann, wenn die Mitarbeiter viel auf Geschäftsreisen sind, aber auch für den ganz normalen Geschäftsbetrieb. Je nach Anbieter sind sie sogar schon ab 20 Euro pro Jahr erhältlich und ab einem gewissen Umsatz fallen manchmal gar keine Fixkosten mehr an. Auch für kleine Unternehmen sind Firmenkreditkarten deshalb eine sinnvolle Anschaffung.