Unternehmen mit kleinen Marketing Budgets können mit Google Ads schnell viel Geld ausgeben ohne bemerkenswerte Erfolge zu erzielen. Es kann sich aber auch lohnen. Dabei kommt es insbesondere auf die Auswahl der Keywords und den maximalen Cost-per-Click an.

Kleinunternehmen können mit „Google Ads“ Werbung schalten und Ihre Webseiten gegen Bezahlung bei den Ergebnissen der Google-Suchmaschine nach vorne katapultieren. Dazu gibt es etliche Ratgeber im Internet, die erklären, wie das genau funktioniert. Aber all diese Tipps und Tricks, die im Internet kursieren, sind Feinheiten, die oft nur einen kleinen Unterschied ausmachen. Die entscheidenden Faktoren für den Erfolg einer Google Ads Kampagne sind die Auswahl der Keywords und das Budget.

Keyword Auswahl: produktrelevant und ansprechend für Käufer

Wenn Sie eine Google Ads Kampagne anlegen, dann müssen Sie gleich zu Beginn bestimmte Keywords festlegen. Die richtige Auswahl dieser Keywords ist maßgeblich für den Erfolg Ihrer Kampagne.

Wenn Sie zum Beispiel „Motorsäge online kaufen“ bei Google eingeben, werden Vergleich.org, Motorland.de, Gartengeraete-OnlineShop.de und Parkse-shop.de als erste Treffer auf Seite eins aufgeführt. Wir können davon ausgehen, dass diese Unternehmen Geld an Google für das Keyword „Motorsäge online kaufen“ bezahlt haben.

Effektive Keywords müssen relevant für Ihr Produkt sein und von Kaufinteressenten verwendet werden. Wenn Sie, wie im obigen Beispiel, Motorsägen verkaufen und als Keyword lediglich „Motorsäge“ verwenden, dann ist das zwar für Ihr Produkt relevant, aber dieses Keyword wird nicht nur von potentiellen Käufern verwendet. Auch Nutzer, die nur nach Informationen suchen, werden „Motorsäge“ googeln. Diese sind für Sie aber nicht relevant, denn Sie wollen ja verkaufen.

Wenn Sie als Keyword „Gartengeräte online kaufen“ verwenden, dann sprechen Sie zwar potentielle Käufer an, diese interessieren sich aber möglicherweise gar nicht für Motorsägen, sondern suchen vielleicht nach einem Rasenmäher.

Die Kunst liegt also darin, Keywords zu finden, die Ihre Käufergruppe bei der Google Suche verwendet.

Vorsicht beim Budget: Wenn Sie auf Seite 9 landen dann bringt Ihnen das auch nicht viel

Der Vorteil von Google Ads im Vergleich zu klassischen Werbeanzeigen ist, dass Sie nur dann zahlen, wenn jemand auch wirklich auf Ihre Anzeige klickt. Das nennt man „Cost—per-Click“ oder kurz: CPC. Sie können selbst festlegen, welchen Preis Sie maximal für einen Klick auf Ihre Anzeige bezahlen wollen, indem Sie für jedes einzelne Keyword den maximalen CPC vorgeben. Google wird diesen Betrag nicht übersteigen.

Wenn Sie Ihre Kampagne starten, dann berechnet Google Ihr Ranking in einem Auktionsverfahren. Das läuft folgendermaßen ab.

  • Sie haben für Ihr Keyword „Motorsäge online kaufen“ einen maximalen CPC von 0,15 Euro vorgegeben. Sollte Ihr meistbietender Konkurrent einen CPC von 0,12 Euro definiert haben, dann landen Sie auf dem ersten Platz. Sie müssen auch nur 0,13 Euro bezahlen, nicht die vollen 0,15 Euro.
  • Falls ein Konkurrent seinen maximalen CPC auf 0,14 Euro erhöht, dann sind Sie noch immer auf Platz eins, Sie müssen jetzt aber 0,15 Euro pro Klick bezahlen.
  • Sollte Ihr Konkurrent seinen CPC auf 0,16 Euro erhöhen, dann rutschen Sie auf Platz zwei und zahlen einen Cent mehr als der Konkurrent der auf Platz drei liegt.

Neben dem maximalen CPC zieht Google auch die Qualität der Anzeige in Betracht. Es geht also nicht nur um den Preis und Sie können, wenn Sie eine qualitativ hochwertige Anzeige schalten, auch bei niedrigerem CPC höher ranken.

Lohnt es sich? Es kommt drauf an.

Wie Sie an Googles Verrechnungsmodell erkennen können, ist die Frage, ob sich Google Ads lohnen, nicht so einfach zu beantworten. Es kommt darauf an, wie viele Ihrer Konkurrenten zu welchen Preisen auf die einzelnen Keywords bieten. Falls in Ihrem Markt viele Konkurrenten mit Google Ads werben und Sie preislich überbieten, dann landen Sie nicht auf der ersten Treffer-Seite. Dadurch verliert Ihre Anzeige stark an Effektivität. In diesem Fall müssten Sie mit einem hohen CPC einsteigen, was zu enormen Kosten führen kann. Wenn Ihre Gewinnmarge das hergibt, kann sich das allerdings lohnen.

Je nachdem in welchem Markt Sie sind und welches Budget Sie zur Verfügung haben, können sich Google Ads also lohnen oder auch nicht. Sie sollten sich vorher aber gut informieren – im Internet gibt es dazu jede Menge Ratgeber. Sie sollten zunächst auch einige Testläufe starten, bis Sie das Tool gut verstehen. Ansonsten kann man mit Google Ads auch schnell viel Geld verlieren, ohne entsprechende Erfolge zu erzielen.

Deutsch: https://dennistroeger.com/wp-content/uploads/2017/01/Google-AdWords-für-Einsteiger.pdf

Englisch: https://neilpatel.com/what-is-google-adwords/