Kleine und mittlere Unternehmen sind auf der Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Knapp 50 Prozent wünschen sich mehr Unabhängigkeit von der Hausbank. Die Gründe dafür und mögliche Lösungsansätze.

Die Corona-Pandemie ändert auch das Finanzierungsumfeld. Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbandes Factoring (BFM) für den Mittelstand haben 14 Prozent von 1.685 befragten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Corona-bedingt neue Finanzierungsinstrumente geprüft. Knapp jeder zweite Unternehmer wünscht sich generell mehr Unabhängigkeit von der Hausbank.

Das überrascht nicht, und es ist auch kein neuer Trend. Bereits vor der Pandemie bemühten sich KMU zunehmend um neue Finanzierungswege. Die Schwächen der Hausbank sind offensichtlich, und in der Krise wurden sie so machem KMU zum Fallstrick.

Geschwindigkeit und Effizienz

Das Hauptproblem für KMU während und auch vor der Krise sind die langen Bearbeitungszeiten der Hausbank und deren bürokratische Prozesse. Kreditanträge dauern oft mehrere Wochen, zum Teil sogar Monate. Wir hören diese Beschwerden regelmäßig in unserem Arbeitsalltag. Die meisten unserer KMU-Kunden wechseln von ihrer Hausbank zu Teylor, weil sie unsere schnellen und unkomplizierten Finanzierungen wertschätzen.

Ein weiterer Punkt ist Diversifizierung: Unternehmen wollen sich bei der Finanzierung nicht nur auf einen Kreditgeber verlassen, sondern wollen sich breiter aufstellen. Auch das ist ein Vorteil von Teylor, denn unsere Kredite werden von verschiedenen Partnern finanziert.

Diversifizierung umfasst allerdings auch eine breitere Produktpalette: Laut der BFM-Studie halten es vier von zehn Befragten Unternehmen für sinnvoll, sich bei der Liquiditätsbeschaffung breiter aufzustellen. 23 Prozent der Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 2,5 bis 50 Millionen Euro haben sich deshalb in der Krise mit Finanzierungsalternativen befasst. 53 Prozent zeigten sich generell offen für neue Finanzierungsarten.

Interessant auch: 92 Prozent der Befragten halten den persönlichen Kontakt zu ihrem Finanzierungspartner nach wie vor für wichtig. Auch das können wir aus unserer eigenen Praxis bestätigen. Obwohl unsere Kunden Teylor-Kredite komplett online abwickeln können, schätzen sie nach wie vor unseren persönlichen Beratungsservice.

Factoring wird beliebter

In der BFM-Studie sagten 42 Prozent der Befragten, eine ausgewogene Finanzierung umfasst neben Eigen- und Fremdkapital auch Beteiligungen, Factoring und Leasing. Eine Herausforderung sei jedoch mangelnde Information. So sagten zum Beispiel 62 Prozent sie seien nicht ausreichend über Factoring informiert, um es im eigenen Unternehmen anzuwenden. Vor vier jahren waren es noch 75 Prozent, die sich nicht ausreichend informiert fühlten.

Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM, kommentiert:

„Wer schon Erfahrung mit Factoring hat, setzt es heute gezielter ein, um krisenrelevante Vorteile zu nutzen. Das sind zum einen die schnellen Mittelzuflüsse und der regresslose Schutz bei Zahlungsausfall, der mit dem Abtreten von Forderungen verbunden ist. Zum anderen können Factoring-Anwender ihren Kunden oftmals längere Zahlungsziele einräumen – ein Vorteil im Wettbewerb, gerade auch in der aktuellen Lage.“

45 Prozent der KMU halten die Sicherheit vor Zahlungsausfällen für einen entscheidenden Vorteil des Factorings. Vor allem Unternehmen in der Bau- und Dienstleistungsbranche schätzen den Ausfallschutz.

Im Factoring werden zunehmend auch digitalisierte Prozesse eingesetzt. Genau hier liegt auch die Stärke der Teylor AG: Bei uns funktioniert das komplette Factoring online, ohne Papierkram oder unnötige Bürokratie. Das wissen sowohl Factoringnehmer als auch Factoring-Unternehmen zu schätzen. So ist neben der Nachfrage von KMU nach unseren digitalen Factoringprodukten auch die Nachfrage von Factoringunternehmen nach unseren innovativen Softwarelösungen gestiegen. Für uns ist deshalb klar: Die Zukunft der Unternehmensfinanzierung, inklusive Factoring, liegt in digitalen Prozessen.