Die Kosten für Factoring können sich je nach Anbieter, Finanzierungsumfang, Bonität und Serviceumfang stark unterscheiden. Welche Gebühren Sie erwarten und worauf Sie achten müssen.

Factoring-Unternehmen (”Factoren”) bieten verschieden Gebührenmodelle an. Es ist daher nicht so einfach, eine allgemeine Angabe zu den Kosten zu treffen. Prinzipiell fallen Factoringgebühren, Zinsen und Debitorenprüfkosten an. Dazu können Factoring-Unternehmen auch das Mahnwesen, Audits, Kontoführung und vieles mehr übernehmen.

Zinskosten

Ähnlich wie bei einem Kontokorrentkredit sind die Zinskosten von der Höhe und der Laufzeit der übernommenen Forderungen abhängig, und von der Bonität des Factoringnehmers und seiner Forderungen. Diese Zinsen werden meist taggenau berechnet. Derzeit profitieren viele Factoringnehmer von der Niedrigzinsphase, die auch das Factoring etwas vergünstigt.

Factoringgebühr

Die Factoringgebühr ist vor allem vom finanzierten Jahresumsatz und Serviceumfang abhängig. Beim sogenannten „Full-Service-Factoring“ übernimmt der Factor auch das Mahn- und Inkassowesen, das Debitorenmanagement und andere Leistungen.

Prüfgebühr

Die Prüfgebühr wird für die Prüfung der eingereichten Forderungen erhoben und richtet sich nach der maximalen Finanzierungshöhe. Bei Forderungsübernahmen unter €10.000 liegt die Gebühr meist zwischen €5 und €20 pro Kunde und Kalenderjahr, bei höheren Summen bei ca. €15 bis €40. Bei manchen Anbietern ist diese Gebühr auch in der Factoringgebühr enthalten.

Delkrederegebühr

Diese Gebühr zahlt der Factoringnehmer für die Übernahme des Forderungsausfallrisikos. Der Factor schließt dafür in der Regel eine Versicherung ab, die er mit der Delkrederegebühr finanziert. Bei manchen Anbietern wird diese Gebühr extra berechnet, bei anderen fließt sie in die Factoringgebühr mit ein. Beim stillen Factoring wird Ihr Kunde nicht ausdrücklich darüber informiert, dass Sie über einen Factor abrechnen, sondern es wird sozusagen “im Stillen” direkt mit dem Factor abgerechnet. Das ist meistens teurer, weil der Factor dabei keine detaillierte Bonitätsprüfung vornehmen kann und somit ein höheres Forderungsausfallrisiko eingeht.

Die Kosten des Factoring unterscheiden sich also stark abhängig von Ihren individuellen Anforderungen. Sie liegen üblicherweise je nach Leistungsumfang und Umsatzhöhe zwischen 0,5 Prozent und 6 Prozent, teilweise auch mehr. Wenn Sie ein für Sie maßgeschneidertes Angebot einholen wollen, schreiben Sie uns an unter info@teylor.de oder sprechen Sie mit unseren Finanzierungs-Experten unter 07531-5848130.

Kosten und Vorteile abwägen

Ob sich Factoring für Sie lohnt, hängt nicht nur von den Kosten ab, sondern auch von den finanziellen Vorteilen, die Sie dadurch erlangen. Durch Factoring können Sie komplett auf eine eigene Debitorenbuchhaltung verzichten, Skonti, Rabatte und Boni Ihrer Lieferanten ausnutzen und ihr Forderungsausfallrisiko reduzieren. Die dadurch entstehenden finanziellen Vorteile gilt es den Kosten gegenüberzustellen. Factoring lohnt sich zwar nicht immer, es ist aber oft günstiger als ein Kontokorrentkredit bei der Hausbank.

Sie können durch das Factoring auch die Eigenkapitalquote Ihres Unternehmens verbessern, wenn Sie mit der zusätzlichen Liquidität Ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzieren. Dadurch haben Sie dann wiederum eine bessere Bonität, die Ihnen bei der Beschaffung langfristiger Kredit zugute kommt. Auch diesen Vorteil sollten Sie bei der Bewertung der Factoring-Kosten mit einrechnen.

Haben Sie Fragen oder wollen ein Angebot einholen? Wir stehen Ihnen zur Verfügung, unter info@teylor.de oder 07531-5848130.