KMU unterschätzen die langfristigen Auswirkungen der COVID-Krise auf ihre Finanzierung. Auch Unternehmen mit guter Bonität sollten im aktuellen Finanzierungsumfeld vorausschauend planen.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sehen sich bezüglich ihrer Liquidität im Allgemeinen gut aufgestellt. Und das sind sie auch: Die Finanzierungssituation im Mittelstand ist derzeit stabil. Das ist mitunter den Finanzierungshilfen der KfW und anderen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zu verdanken.

Trotzdem: KMU müssen sich nicht nur um ihre heutige Finanzierung, sondern auch um die Zukunft Gedanken machen. Finanzentscheider tendieren dazu, kurzfristige Entwicklungen zu überschätzen und langfristige Trends zu unterschätzen. Eine gelungene Finanzstrategie hat nicht nur die nächsten zwölf Monate im Blick, sondern mindestens die nächsten fünf Jahre.

Finanzierungskosten könnten langfristig steigen

Bereits in den vergangen drei Jahren sind die Zinsen für einen Firmenkredit mit fünf Jahren Laufzeit leicht angestiegen, um rund 100 Basispunkte. Das ist kein enormer Anstieg, aber es zeigt einen Trend.

Banken erwarten vor allem aufgrund der strengeren Regulierungen des Basel IV Regimes, das Anfang 2022 in Kraft tritt, höhere Kosten bei der Kreditvergabe. Gemäß Basel IV müssen Banken ihre Kreditrisiken neu bewerten, was unter Umständen dazu führt, dass sie Kredite mit mehr Eigenkapital unterlegen müssen. Die höheren Kapitalkosten geben sie an die Kreditnehmer weiter.

Quelle: zeb Consulting

Ein zweiter Kostenfaktor ist die Verschlechterung von Bonitätsratings. In den letzten Jahren waren die Kreditausfälle im historischen Vergleich gering. Durch die wirtschaftlichen Folgen der COVID-Pandemie könnte sich das nun ändern. Verschlechtert sich die Bonität, müssen Unternehmen mit höheren Finanzierungskosten rechnen. Auch könnten bei einer generellen Verschlechterung der Marktlage die Anforderungen an die Bonität steigen.

KMU können früh gegensteuern

KMU können schon heute gegensteuern und ihre Finanzierung auch langfristig auf stabile Beine stellen. Zum einen sollte jetzt die Basis für zukünftige Kreditanträge vorbereitet werden. Die Wirtschaft erholt sich und die Auftragslage vieler Unternehmen hat sich verbessert. Ein Teil des Kapitals kann in den Schuldenabbau und die Verbesserung der Eigenkapitalquote investiert werden.

Auch sollten sich KMU rechtzeitig mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten befassen. Zur Liquiditätsverbesserung bietet sich zum Beispiel das Factoring an. Bei der Finanzierung mit Bankkrediten gibt es ebenfalls Alternativen: Statt sich auf die Hausbank zu verlassen, arbeiten Kreditplattformen wie Teylor mit verschiedenen Finanzierungspartnern zusammen. Dadurch verbessern sich die Chancen auf eine Zusage.

Ein weiterer Vorteil digitaler Plattformen ist der Zeitfaktor: Ein Antrag dauert wenige Minuten, bei Teylor wissen Antragsteller sofort, welche Konditionen möglich sind. KMU können sich also schon heute ein Kreditangebot einholen, auch wenn sie noch gar keine Finanzierung brauchen. Dann wissen sie, ob und zu welchen Konditionen ein Kredit möglich ist und haben eine Option in der Hinterhand. Die nächsten Monate können sie dann ihre Bilanz aufbessern und anschließend erneut einen Antrag stellen.

Vor allem im aktuellen Finanzierungsumfeld ist eine vorausschauende Planung von Bedeutung. Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden sie sich gerne auch an unsere Finanzierungsberater. Rufen Sie uns an unter 07531-5848130 oder schreiben Sie uns auf info@teylor.de. Wir finden die passende Lösung für Sie.