Das Coronavirus ist auch in mittelständischen Betrieben ein Thema. Die Regierung und zahlreiche Organisationen geben praktische Tipps, wie Firmen mit den Risiken umgehen können.

Das Coronavirus hat in der Zwischenzeit auch Deutschland erreicht. Der Mittelstand spürt bereits die Folgen, insbesondere Firmen aus den Automobil-, Logistik- und Tourismusbranchen. Laut dem Mittelstandsverband ist bundesweit jedes vierte Unternehmen direkt oder indirekt betroffen.

In den letzten Tagen mehren sich die Krankheitsfälle und eine weitere Ausbreitung des Virus ist wahrscheinlich. Deshalb müssen Betreibe sich auf potenzielle Auswirkungen auch im eigenen Haus vorbereiten. Wir haben dazu die wichtigsten Tipps zusammengetragen.

Mitarbeiterschutz hat oberste Priorität

An oberster Stelle sollte der Schutz der eigenen Mitarbeiter stehen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt dazu ein „Handbuch für betriebliche Pandemieplanung“ zur Verfügung. Die wichtigsten Punkte sind:

  • Persönliche Hygiene: Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter auf hygienisches Verhalten hinweisen und Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel und wenn nötig auch Medikamente zur Verfügung stellen.
  • Gängige Gesundheitsschutz-Regeln: Das Robert-Koch-Institut, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Auswärtige Amt stellen allgemeine Regeln und Informationen für den Gesundheitsschutz bereit, die Unternehmen unbedingt befolgen sollten.
  • Vorbeugende Maßnahmen: Mitarbeiter, die besonders gefährdet sind, zum Beispiel weil sie gerade aus einem Risikogebiet kommen oder weil sie unter Immunschwäche leiden, sollten bezahlt freigestellt werden oder von zuhause aus arbeiten dürfen.
  • Mitarbeiterschulung: Die Unternehmensführung sollte alle Mitarbeiter über den Notfallplan informieren, sodass sie die Maßnahmen im Alltag umsetzen können und das Kerngeschäft weiterlaufen kann.

Vorausschauende Planung kann wirtschaftliche Risiken minimieren

Neben der Gesundheit des Personals muss auch die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des Unternehmens sichergestellt werden. Deshalb sollten Unternehmen:

  • Kernfunktionen und Ansprechpartner festlegen: Unternehmen sollten konkrete Ansprechpartner für Schutzmaßnahmen benennen und die Bereiche festlegen, deren Funktion auch im Krisenfall nicht eingestellt werden kann.
  • Finanzierung sicherstellen: Vor allem Mittelständler können durch plötzliche Umsatzausfälle schnell in Liquiditätsengpässe geraten. Unternehmen können auf digitalen Kreditplattformen Kreditanträge bequem von zuhause aus erledigen und bereits innerhalb von 1-2 Werktagen einen Kredit ausgezahlt bekommen. Wer einen finanziellen Engpass schon heute absehen kann, der sollte sich umgehend um die Finanzierung kümmern.
  • Betriebliche und personelle Planung: Für die Kernfunktionen des Unternehmens sollten mehrere Personen befähigt werden, die gleichen Aufgaben zu übernehmen. Auf diese Weise kommt der Betrieb nicht bei Ausfall einiger weniger Mitarbeiter schon zum Stillstand.
  • Alternative Versorgungswege erkunden: Vor allem Unternehmen, deren Zulieferer in Risikogebieten konzentriert sind, sollten sich nach alternativen Versorgungswegen umschauen. Wer beispielsweise Produktionswerke in China unterhält oder wichtige Produktionsmittel von dort bezieht, sollte bereits heute das Gespräch mit alternativen Zulieferern suchen, um im Ernstfall schnell handeln zu können.
  • Reiseplanung anpassen: Reisestopps können den betrieblichen Ablauf behindern. Wichtige Besprechungstermine können zur Not auch mittels digitaler Technologie organisiert werden. Das hilft nicht, wenn ein Spezialist nicht zu einer Baustelle oder in sein Labor reisen kann. Unternehmen sollten die eingeschränkte Mobilität ihrer Mitarbeiter bei der Geschäftsplanung berücksichtigen.

Bei Fragen stehen Ihnen die oben genannten Institutionen übrigens auch mit Ratschlägen zur Seite. Die Kontaktdaten können Sie den jeweiligen Webseiten entnehmen.

Bleiben sie gesund und munter.

Ihr Teylor Team